Jahrelang war EN ISO 20345:2011 die Norm für Sicherheitsschuhe, aber ab 2026 tritt die neue Norm EN ISO 20345:2022 in Kraft. Diese Norm bringt neue Anforderungen in Bezug auf Sicherheit, Nachhaltigkeit und Kennzeichnung mit sich. Die größte Änderung betrifft die Kategorisierung von Sicherheitsschuhen: von den bekannten Kategorien S1 bis S5 zu einer erweiterten Einteilung von S1 bis S7.
Jede neue Klasse umfasst spezifische technische und praktische Anforderungen, unter anderem in Bezug auf Stoßdämpfung, Rutschfestigkeit, Durchstichfestigkeit und Komfort. Darüber hinaus wurden auch die Prüfverfahren verschärft, um sicherzustellen, dass Arbeitgeber die neuesten Sicherheitsrichtlinien einhalten.
Bitte beachten Sie, dass die neuen S-Codes teilweise die alten Symbole ersetzen – wichtig für zukünftige Einkäufe und die PSA-Richtlinie.
Ein Nagel, der durch die Sohle sticht, ist ein Risiko, das man lieber vermeiden möchte. Die neue Norm unterscheidet daher klarer zwischen verschiedenen Arten von durchstichsicheren Sohlen:
Ein Schuh mit PS-Klassifizierung bietet besseren Schutz vor Glas, Nägeln und anderen spitzen Materialien, da viele scharfe Gegenstände kleiner als 4,5 mm sind.
Die bekannten Rutschfestigkeitsklassen SRA, SRB und SR werden vollständig abgeschafft und durch eine neue Klasse ersetzt:
Da dieser Test strenger ist als frühere Methoden, bieten Schuhe mit einem SR-Label nachweislich besseren Halt auf nassen, fettigen oder anderweitig rutschigen Böden.
Die überarbeitete Norm führt mehrere zusätzliche Symbole ein, um bestimmte Sicherheitsfunktionen deutlicher zu kennzeichnen:
Schlecht sitzende oder ungeeignete Sicherheitsschuhe erhöhen das Verletzungsrisiko. Die neue Norm EN ISO 20345:2022 legt mehr Wert auf realistische Prüfverfahren und klarere Klassifizierungen. Darüber hinaus wird mehr Wert auf eine korrekte Passform und genaue Größenangaben gelegt, da dies für einen zuverlässigen Schutz unerlässlich ist.
Außerdem müssen Hersteller ihre Produkte deutlicher kennzeichnen und verschiedene Tests werden weiter verschärft. Auch die Lebensdauer spielt eine größere Rolle: Wenn die Schuhe innerhalb von sechs Monaten unzureichende Leistungen erbringen, werden sie schneller abgelehnt.
Es muss nicht nur auf die richtige S-Klasse geachtet werden, sondern auch auf die zusätzlichen Symbole. Jede Funktion hat ihre eigenen Risiken: So hat ein Lagerarbeiter andere Bedürfnisse als ein Bauprofi oder ein Techniker, der mit Hitze arbeitet. Eine regelmäßige Überprüfung der PSA-Richtlinien bleibt daher unerlässlich.
Benötigen Sie Beratung, um Ihre Kunden bei der Auswahl von Sicherheitsschuhen gemäß der neuen Norm optimal zu unterstützen? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne zu geeigneten Modellen und Normen, damit Ihre Kunden sicher und gemäß den neuesten Anforderungen arbeiten können.