Ob Feinstaub auf der Baustelle, Lösungsmitteldämpfe in der Lackindustrie oder aggressive Gase in der chemischen Industrie: Verunreinigte Luft erfordert den richtigen Atemschutz. Doch nicht jede Maske schützt vor jeder Gefahr. Um die richtige Wahl zu treffen, ist es entscheidend, zunächst festzustellen, wogegen genau geschützt werden muss: gegen Staub und Partikel, gegen Gase und Dämpfe oder gegen eine Kombination aus beidem.
Bevor Sie eine Atemschutzmaske auswählen, sollten Sie wissen, mit welcher Art von Verunreinigung Sie es zu tun haben. Grundsätzlich gibt es drei Situationen:
Jede dieser Situationen erfordert einen anderen Filtertyp oder eine andere Atemschutzmaske. Ein Partikelfilter hält keine Gase zurück, und umgekehrt bietet ein Gasfilter keinen Schutz vor Partikeln.
Für Staub und Partikel gibt es zwei Möglichkeiten: eine Partikelmaske (bei der die gesamte Maske aus Filtermaterial besteht) oder einen separaten Partikelfilter an einer Halb- oder Vollmaske. Partikelfilter entsprechen der Norm EN 143 und werden in die Klassen P1, P2 und P3 eingeteilt. Dies ist vergleichbar mit den FFP-Klassen von Partikelmasken nach EN 149, die dieselben Schutzstufen aufweisen:
Für den gelegentlichen oder kurzzeitigen Einsatz reicht häufig eine Partikelmaske aus. Bei intensivem oder täglichem Gebrauch ist eine Halbmaske mit austauschbarem Filter oft komfortabler und langfristig wirtschaftlicher.
Gase und Dämpfe können nicht mit einem Partikelfilter gefiltert werden, sondern erfordern einen Gasfilter gemäß EN 14387. Diese Filter werden immer in Kombination mit einer Halb- oder Vollmaske verwendet und sind anhand eines Buchstaben- und Farbcodes erkennbar:
Code | Farbe | Schutz gegen |
|---|---|---|
A | Braun | Organische Gase und Dämpfe (Siedepunkt über 65 °C), z. B. Lösungsmittel |
AX | Braun | Organische gassen en dampen (kookpunt onder 65°C) zoals aceton |
B | Grau | Anorganische Gase, z. B. Chlor und Schwefelwasserstoff |
E | Gelb | Schwefeldioxid und Schwefelsäure |
K | Grün | Ammoniak und Aminderivate |
Jeder Filter wird außerdem in Leistungsklassen eingeteilt: Klasse 1 (0,1 %) und Klasse 2 (0,5 %). Je höher die Klasse, desto länger und bei desto höheren Konzentrationen bietet der Filter Schutz.
In vielen praktischen Anwendungen treten Staub sowie Gase oder Dämpfe gleichzeitig auf, beispielsweise bei Lackierarbeiten oder bestimmten Prozessen in der chemischen Industrie. Für solche Situationen gibt es Kombinationsfilter, wie etwa einen A2P3-Filter oder den bekannten ABEK-Filter (eine Kombination aus A-, B-, E- und K-Filter).
Wichtig: Ein Kombinationsfilter schützt niemals gegen alle Stoffe gleichzeitig und darf nicht in wechselnden Arbeitsumgebungen eingesetzt werden, ohne die Risiken erneut zu bewerten.
Neben dem Filtertyp spielt auch die Maskenart eine wichtige Rolle:
Alle oben genannten Lösungen gehören zum filtrierenden Atemschutz. Sie reinigen die Umgebungsluft und sind daher auf einen ausreichenden Sauerstoffgehalt in der Umgebung angewiesen (mindestens 19,5 % Sauerstoff).
Bei Sauerstoffmangel, sehr hohen Schadstoffkonzentrationen oder unbekannten Verunreinigungen reicht filtrierender Atemschutz nicht aus. In solchen Fällen ist umluftunabhängiger Atemschutz erforderlich, beispielsweise ein Atemschutzgerät oder ein System mit eigener Druckluftversorgung.
Die richtige Wahl hängt von der jeweiligen Substanz, ihrer Konzentration und der Dauer der Exposition ab. Majestic bietet für jede Arbeitsumgebung passende Atemschutzlösungen von Marken wie 3M, Moldex und MSA, von Partikelmasken bis hin zu kompletten Halb- und Vollmasken mit Filtern.
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