Schutzhelme gehören zu den wichtigsten persönlichen Schutzausrüstungen am Arbeitsplatz. Sie schützen vor herabfallenden Gegenständen, Stößen und anderen Gefahren, die zu schweren Verletzungen führen können. Dieser Schutz ist jedoch nur gewährleistet, solange der Helm technisch einwandfrei ist. Materialien altern, UV-Strahlung schwächt Kunststoffe und unsachgemäße Lagerung kann die Lebensdauer erheblich verkürzen. In diesem Artikel erfährst du, wie lange ein Schutzhelm hält, wie du Verschleiß erkennst und welche Herstellerangaben maßgeblich sind, um weiterhin sicher zu arbeiten.
Für die meisten Schutzhelme gilt eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren, wobei Hersteller je nach Modell spezifische Richtlinien anwenden können. Helme aus Polyethylen sind anfälliger für Alterung und werden oft nach etwa 3 Jahren ausgetauscht, während ABS-Helme im Durchschnitt bis zu 5 Jahre halten.
Diese Zeitangaben sind Richtwerte. Faktoren wie intensive Nutzung, längere Sonneneinstrahlung und raue Arbeitsbedingungen können dazu führen, dass ein Helm früher ausgetauscht werden muss. Wichtig ist dabei, dass die Lebensdauer ab dem Herstellungsdatum gilt, nicht ab dem Kauf oder der ersten Nutzung.
Material | Erwartete Lebensdauer |
|---|---|
Polyethylen (PE) | Drei Jahre |
ABS-Polymer (ABS) | Fünf Jahre |
Polyamid (PA) | Fünf Jahre |
Polycarbonat (PC) | Fünf Jahre |
Textilphenol | Zwischen fünf und zehn Jahren |
Glasfaser-Polyester | Zwischen fünf und zehn Jahren |
Beim Anbringen von Logos, Identifikationsaufklebern oder Markierungen ist Vorsicht geboten. Auf einem Schutzhelm dürfen ausschließlich speziell dafür vorgesehene, lösungsmittelfreie Aufkleber angebracht werden. Aufkleber oder Klebstoffe, die Lösungsmittel enthalten, können das Helm-Material angreifen, was zu einer beschleunigten Materialalterung und einer verminderten Schutzwirkung führt. Ungeeignete Aufkleber können somit direkten Einfluss auf die Sicherheit und die Lebensdauer des Helms haben.
UV-Strahlung hat einen großen Einfluss auf die Lebensdauer von Schutzhelmen. Längere Sonneneinstrahlung greift die Kunststoffstruktur an, wodurch das Material geschwächt wird und seine stoßdämpfenden Eigenschaften verliert. Dieser Prozess verläuft schrittweise und ist nicht immer sichtbar.
Die Art und Weise, wie ein Schutzhelm gelagert wird, hat großen Einfluss auf seine Lebensdauer. Kunststoffmaterialien reagieren stark auf Wärme, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen – Bedingungen, die in Firmenfahrzeugen, Lagerräumen und am Arbeitsplatz selbst häufig vorkommen.
Hersteller von Schutzhelmen geben klare Anweisungen, um festzustellen, ob ein Helm noch sicher verwendet werden kann. Diese Anweisungen liefern objektive Informationen über das Alter und die Belastbarkeit des Helms und bilden stets die Grundlage für die Inspektion und Beurteilung.
Die Helme sind auf der Innenseite mit einem Herstellungsdatum versehen, das oft in einem Kreis mit einer Jahreszahl und einem Pfeil, der den Monat angibt, dargestellt ist. Dieses Datum bestimmt, ab wann die maximale Lebensdauer berechnet wird.
Bei bestimmten Modellen kommen auch UV-Indikatoren zum Einsatz. Eine Verfärbung dieses Indikators bedeutet, dass der Helm zu viel UV-Strahlung aufgenommen hat und ersetzt werden muss.
Neben Alter, UV-Strahlung und Lagerung spielen folgende Faktoren eine Rolle:
Du kannst Verschleiß zwar nicht verhindern, aber verzögern:
Eine gute Pflege kann die Lebensdauer verlängern, doch ein rechtzeitiger Austausch bleibt unerlässlich, um die Sicherheit weiterhin zu gewährleisten.
Ersetzen Sie Ihren Schutzhelm, wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte zutreffen:
Im Zweifelsfall immer austauschen. Sicherheit geht vor.
Möchten Sie wissen, ob Ihre Schutzhelme noch sicher verwendet werden können oder wann ein Austausch erforderlich ist? Kontaktieren Sie uns gerne unter T. +31 (0)181 47 50 00. Unser engagiertes Team berät Sie gerne!